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Studien

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Das bewegliche (archaische) Quadrat Fragebogen (herunterladen ~35kb)

 

Das bewegliche (archaische) Quadrat (herunterladen ~19kb)

- Sehen, Erinnern und Fügen (Handeln) -

Empirische Untersuchung zu visuellen Differenzierungsqualitäten und zur Qualität des Arbeits- und Kurzzeitgedächtnisses sowie zur Handlungseffizienz auf der konkreten Ebene bei 5-6 Jahre alten Kindern mithilfe von vier 6x6x12cm großen Bauklötzen.

Die Art und Weise des spontanen (auch späteren) Nachbaus der vorgebauten Figur, aus der Erinnerung oder nach Modell kann Aufschluss über grundlegende Fähigkeiten geben. Für diese Studie werden Daten zu folgenden Fähigkeiten ermittelt:

Arbeits-, Kurz- und Langzeitgedächtnis  

Kann der Nachbau nach einmaligem, nach zweimaligem Anschauen, nach Modell oder gar nicht durchgeführt werden? Art und Weise und Geschwindigkeit des Nachbaus geben Aufschluß über günstige und zugängliche Gedankenparkplätze (Zwischen- und Endablage im Gehirn).  

Beidhändiges Handeln

bezeichnet die Fähigkeit des Menschen mit beiden Händen gleichzeitig denselben Gegenstand oder zwei verschiedene Gegenstände zu greifen. Bezeichnet die sinnvolle Zusammenarbeit der Hände (ergänzend, zuarbeitend) und die Fähigkeit des Menschen mit den Händen auch unabhängig voneinander unterschiedlichen Druck ausüben zu können, die Fähigkeit eine Hand zu entspannen, während die andere tätig ist. Der Begriff beidhändige Endkontrolle versteht sich als zwingende abschließende Maßnahme nach dem Zusammenfügen einer Figur. Dabei drücken beide Hände von allen Richtungen gleichmäßig auf die Klötze, so dass die Klötze rechtwinklig aufeinander liegen (vgl. Regelschluß). Sie weist auf die Zusammenarbeit der steuernden Hirnhälften. Hinweise auf Bilateralschwäche und falsch abgelegte Informationen (HAK).  

Handlungseffizienz

Wie schnell kommt das Kind zum Ziel? Kann es die Klötze mit der gleichen Anzahl Handgriffe wie vorgezeigt bauen oder benötigt es mehr Zugriffe. Jeder Handgriff zählt als einmal Greifen. Zwei Hände, die gleichzeitig greifen, sind also als zweimal greifen zu berechnen.

Regelschluß

Die abschließende Bauweise kann durch fein- und grobmotorische, durch hypermotorische Störungen und durch visuelle Differenzierungsschwierigkeiten (die orthogonalen Strukturen betreffend) beeinträchtigt sein. Auffälligkeiten im Regelschluß können auf Winkelfehlsichtigkeit oder andere Sehstörungen hinweisen, sowie auf Unsicherheiten in der HAK, der Körperkoordination und der Raumerfassung. Auch ein Hinweis auf eine negative Beziehung zur Zukunft und unausreichendem persönlichen Verantwortungsbewusstsein (Gleichgültigkeit) ist möglich.

Zeichnung:  
Regelschluss                 kein Regelschluss:               kein Regelschluss

Zerrüttete Bauweise

Die zerrüttete Bauweise kann auf verstärkte einhändige Tätigkeit, auf fein- und grobmotorische Störungen hinweisen. Sie kann auch Hinweis auf die Beeinträchtigung des taktil-kinästhischen Sinns sein. Die beidhändige Endkontrolle kann dann meist nicht nachgewiesen werden. Die sorgsame Bauweise und das Regelbewusstsein, die Ästhetik der orthogonalen Flächen und des orthogonalen Raumes, stehen hier ebenso konkret als auch auf der Vorstellungsebene im Mittelpunkt.

Zeichnung:             Zerrüttete Bauweise

Gespiegelte Bauweise

Wer gespiegelt nachbaut, hat das Bild über die Links-Rechts-Achse um 180° gekippt.

Zeichnung:             Gespiegelte Bauweise

 

Kopierte Bauweise

Wer kopiert baut, hat das Bild (Symbol) praktisch räumlich verschoben aufgebaut.

Zeichnung:            Kopierte Bauweise

 

Achsensymmetrische Bauweise

bezeichnet die Veranlagung eben solche Bilder zu schaffen, die symmetrisch sind.

Zeichnung:             Achsensymmetrische Bauweise

 

Überkreuzen der Mittelachse

bedeutet, dass der Mensch sowohl von seiner linken als auch seiner rechten Seite durch Körperdrehung mit beiden Händen gleichzeitig etwas vor sich platzieren kann bzw. wenn ein Mensch in der Lage ist, mit seiner rechten Hand etwas im Bereich der linken Körperhälfte zu regeln und umgekehrt. Wenn die Untersuchung länger als 20 Minuten dauert, wäre das nochmalige Abrufen des Quadrats am Schluss der Untersuchung möglich (Austesten des Langzeitgedächtnis).

 

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